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Plakat Ein Fall für Pater Brown 

EIN FALL FÜR PATER BROWN
Kriminalkomödie nach G. K. Chesterton

Spielzeit: Juni bis August 2015
bei den Schlossfestspielen Neersen

Regie: Jan Bodinus

 

Über das Stück:

Pater Brown kann es einfach nicht lassen: Wo auch immer er in eine neue Gemeinde versetzt wird, schon bald begibt er sich auf die Spuren von Miss Marple und Sherlock Holmes: Kaum haben Pater Brown und Mrs. Miller mal wieder ein neues altes Pfarrhaus bezogen, passieren die merkwürdigsten Dinge. Die Haushälterin entgeht knapp dem Tod, weil sich von der Kirchturmglocke der Schlägel löst und dann geschieht auch noch ein echter Mord! 

Pater Brown ist voll in seinem Element. Trotz Ärger mit der Kirchenbehörde zeigt er dem überforderten Kriminalkommissar mal wieder wo's langgeht! Dabei stellt er nicht nur seine Beobachtungsgabe und Kombinationsfähigkeit unter Beweis, sein liebevoller Humor lässt sich weder von Naivität noch von Bosheit erschüttern. So ist der Weg zur Gerechtigkeit mit manch gut gesetzter Pointe und jeder Menge passender Bibelzitate gepflastert.


 

OKTOBER 2015:
WELCH EIN FANTASTISCHER THEATERSOMMER !
 

  

V. l. n. r.: Probe mit Partnerin und Regisseur - Bild aus der Garderobe - Publikum in bunten Regenpelerinen

 Als ich mich im April in mein Auto gesetzt habe, um zu den Proben zu PATER BROWN bei den Schlossfestspielen in Neersen anzureisen, hatte ich gewaltigen Respekt vor der Zeit, die vor mir lag. PATER BROWN ist zwar ein Stück, das auf unterhaltsamen, leichten Sohlen daherkam, an manchen Tagen allerdings sind mir meine Schritte gehörig schwer gefallen. Der Grund dafür war aber beileibe nicht nur der enorm umfangreiche Text dieses "Ermittlers wider Willens": 

Open Air Aufführungen sind eine ganz spezielle Herausforderung, vor allem, wenn man ohne Mikrofonie arbeitet. Auch die Zuschauer in den letzten Reihen haben schließlich ein Recht darauf, die Schauspieler nicht nur zu sehen, sondern auch zu verstehen. Also galt für uns alle die Parole: Anständig stützen und sprechen. Natürlich weiß ich, dafür erlernt man seinen Beruf. Aber leichter gesagt als getan ist es allemal, wenn an manchen Tagen der starke Wind auch abends nicht einschlafen wollte und drohte, die Worte zu verblasen. Wenn dann noch Regen dazukam, waren das Vorstellungen, 

na... ja... Gott sei Dank kann ich heute schon wieder drüber schmunzeln... 

Apropos Regen: Hat jemand schon mal versucht, eine regennasse Soutane hochzuhalten? Meine Herrschaften, ich weiß mittlerweile, wieviel so ein von Haus aus schwerer Stoff wiegen kann, wenn er erst mal nass ist. Glücklicherweise blieben wir während unserer Spielzeit von Regen nahezu verschont - nicht aber von Nässe. 

Dass der Sommer 2015 ein toller war, haben wir auch am Niederrhein bemerkt. An einem Abend zeigte das Thermometer noch um 22:00h satte 32 Grad. 

"Inaserwörz": Die Feuchtigkeit kam von Innen - und das reichlich. Mann oh Mann, manchmal war mir so heiß, dass ich mich kaum mehr auf den Beinen halten konnte. 

Heiß, nass, schwer...etc. Alles längst vergessen. Natürlich hat recht, wer lächelnd meint, der Pinsel der Erinnerung male gülden. Stimmt ja auch, aber dass wir zum Spaß, den wir hatten und bereitet haben, auch noch einen Besucherrekord aufgestellt haben, das steht fest, das hat mit Verklärung nichts zu tun. 

Ich muss noch mal kurz was zu den Besuchern sagen. Unvergesslich wird  für mich ein Abend bleiben, als es während der Vorstellung heftig zu regnen begann. Und ich spreche von Regen nicht Getröpfel. Es setzte nicht etwa eine Massenflucht ein, sondern nur ein kurzes Geraschel. Innerhalb von Sekunden spielten wir vor einem Meer von bunten Gummibär-Tütchen - zumindest sahen die 500 Zuschauer in ihren mitgebrachten Regenpelerinen so aus. Auch eine Erinnerung, die bleiben wird. 

Und dann natürlich Marianne und Peter, in ihrem Fischrestaurant Lepsy's. Ein Glücksfall, solche liebenswerten Kochkünstler kennenlernen zu dürfen. Die beiden sind nach ihrem langen Arbeitstag manchmal nur wegen mir, einem redeunwilligen, müden "Pater" länger geblieben. Ihre Gastfreundschaft und ihr Verständnis suchen ihresgleichen, die beiden werde ich auch in bester Erinnerung behalten. Ich freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehens-Essen! 

Mittlerweile liegt ja schon wieder eine Premiere hinter mir. Über den "KLEINEN HORRORLADEN" werde ich später berichten. Jetzt nur so viel: Ich bin stolz, dass ich an einer künstlerisch so ambitionierten Inszenierung beteiligt bin und im Ensemble mit großartigen Kollegen meinen Beitrag zum Erfolg leisten kann. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich das Kult-Musical an der Bonner Oper auf keinen Fall entgehen lassen. 

Bis dahin. Bleibt mir gewogen. 

 Schlussapplaus in Willich für das Ensemble von "Ein Fall für Pater Brown".

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Über MICHAEL SCHANZE als Pater Brown bei den Schlossfestspielen Neersen
schreibt die Westdeutsche Zeitung - hier klicken zum Artikel